Warning: mysql_real_escape_string(): Access denied for user 'xa3284'@'localhost' (using password: NO) in /home/www/projekte/schluepfi/jule/wp-content/plugins/statpress/statpress.php on line 1191

Warning: mysql_real_escape_string(): A link to the server could not be established in /home/www/projekte/schluepfi/jule/wp-content/plugins/statpress/statpress.php on line 1191

Warning: mysql_real_escape_string(): Access denied for user 'xa3284'@'localhost' (using password: NO) in /home/www/projekte/schluepfi/jule/wp-content/plugins/statpress/statpress.php on line 1194

Warning: mysql_real_escape_string(): A link to the server could not be established in /home/www/projekte/schluepfi/jule/wp-content/plugins/statpress/statpress.php on line 1194

Warning: mysql_real_escape_string(): Access denied for user 'xa3284'@'localhost' (using password: NO) in /home/www/projekte/schluepfi/jule/wp-content/plugins/statpress/statpress.php on line 1197

Warning: mysql_real_escape_string(): A link to the server could not be established in /home/www/projekte/schluepfi/jule/wp-content/plugins/statpress/statpress.php on line 1197
Maul und Clownseuche « Julika

Maul und Clownseuche

Hallo Welt!

Verrückte Dinge geschahen vergangenen Montag im kleinen Lingen an der Ems. Die Nerven der Lingener Bevölkerung wurde mal wieder auf die Probe gestellt, denn wir hatten Präsentationen im Fach „Sprachliches und performatives Gestalten“ -diesmal im öffentlichen Raum. Meine Truppe hatte sich unter dem Thema „Massenhysterie“ eine feine Sache ausgedacht. Gegen 11 Uhr gingen wir zu fünft ins Shoppingparadies Lingens um Flyer auszulegen. Drauf zu sehen: ein Mensch mit Clownsnase. Über dem Bild stand: GESUCHT! Und drunter wurde auf die Gefahr, die von dieser Person ausging, aufmerksam gemacht. Gegen 12Uhr ging ich alleine ins Center um erneut Flyer auszulegen. Anschließend verschwand ich auf die Toilette und verwandelte mich blitzschnell wie die berühmten Superhelden in .. in einen Clown. Nase auf und los gings. In 15min sollten mich 4 Leute mit weißen Overalls und Mundschutz jagen. Solange konnte ich mich ein bisschen in den Läden aufhalten und mich mit den Menschen anfreunden. Überall haben die Leute nun schon die Flyer gesehen, auf denen ich als gesucht gemeldet war. „Es ist äußerste Vorsicht geboten!“ So so.. Eine Frau hielt den Flyer soeben in der Hand. Über ihre Schulter blickend, schaute ich auf das Bild das mich darstellte. Ohne mich zu bemerken ging diese Frau in den Friseur und sagt: „Haha da schaut Mädels, ihr müsst nach nem Clown Ausschau halten. Der wird gesucht!“ Skeptisch blickte die Friseurin an ihrer Bekannten vorbei direkt in mein Gesicht. Sie erkannte mich sofort. Mit deutlichen Handbewegungen gab ich ihr zu verstehen, mich nicht zu verpfeifen. Sie tat es nicht und lies ihre Bekannte weiter über den Flyer plappern. Die Gute! Andere waren weniger kameradschaftlich. Hier und da ertönte nach kürzester Zeit „Da issa!“ „Da is der Clown!“ Mit Finger auf mich zeigend standen sie da und warteten darauf nen Preis zu bekommen. Auch ihnen versuchte ich mit Finger vor den Mund deutlich zumachen, dass sie mich doch bitte nicht verpfeifen sollten. Die Verkäufer, als auch Kunden im Buchladen zeigten sich als äußerst kooperativ. „Wenn Sie gefragt werden: Ich war nicht hier!!“ flüsterte ich laut über die Theke. „Okay!“ flüsterten sie zurück! Sie haben ihr Wort gehalten. Aber ich hatte es dennoch schwer genug. Die Putzfrau lauerte mir auf. „Das ist nicht mit der Leitung abgesprochen! Die Managerin sucht sie bereits!“ „Was? Ich werde gesucht???“ fragte ich entsetzt und blickte auf eins der „GESUCHT“-Poster mit meinem Gesicht drauf. Oh ja! Ich wurde gesucht. Von der Managerin! Ich sprintete die Treppen des Buchladens hoch, schnappte mir eine Werbezeitschrift und hielt sie mir vors Gesicht, als würde ich lesen. So würde man mich nicht so schnell erkennen. Mit der Zeitung vor der Nase schlich ich wieder nach unten. Wenn ich nur gewusste hätte, wie die Managerin aussah, hätte mir das auch schon geholfen. Doch dann sah ich auch schon erste Menschen aus der FH und dann sah ich „sie“! „Sie“ -die weißen Leute. Und ich wußte: Der Feind konnte nun ein jeder sein. Ich hörte die Rufe “Habt ihr ihn?“ – „Nein! Habt ihr ihn?“ – „Nein!“ „Ist er das??“ – „Ist er das??“ .. Mehr hörte ich nicht denn ich war auf der Flucht. Schritte hinter mir, irgendjemand packte mich an der Hüfte ich konnte gerade so entkommen. Ein Kind stellte sich mir in den Weg und dahinter sah ich eine auffällig gut gekleidete Frau mit der Putzfrau quatschen: die Managerin! Mit der Zeitung in der Hand setzte ich mich unauffällig -als würde ich lesen- neben zwei Eis schleckenden jungen Männern. Ich machte sie darauf aufmerksam, dass gar nichts sei und beobachtete aus dem Augenwinkel die Frau mit den schwarzen Pumps, den schwarzen knielangen Rock, der gelben Bluse und den dunklen zusammengeknotetem Haar. Sie wusste wer ich bin, sie wusste, dass ich die gesuchte Person bin. Aber sie schien mich zu fürchten, denn sie wagte es scheinbar nicht, mich beim lesen zu stören. In dem Moment versuchte eine Frau mich zu fotografieren (tzz, Reporter). Die Managerin ging auf sie zu, um sie zu ermahnen, dass man in diesen Passagen nicht fotografieren dürfe. Das war meine Gelegenheit abzuhauen. Schwupp weg war ich. Ich rannte zur nächstbesten Passantin in einem Kleidungsladen. Ich drückte ihr die Nase in die Hand. „Einfach hochhalten und alles wird gut!“. Das wars. Ich war kein Clown mehr. Keiner konnte mir mehr was. Die weißen Overalls entfernten mit einer Zange die Nase aus dem Umfeld der Zivilisten. Sie wussten, was nun zu tun war. Ich setzte mich zu den Eis schleckenden Männern, sie erkannten mich nicht. Niemand erkannte mich. Für diese Menschen war ich einfach nur irgendein Mädchen.

In der FH erzählte mir eine Kommilitonin davon, wie sehr es ihr Spaß gemacht hat und dass sie voll den Ehrgeiz hatte, den Clown zu fangen. Ich fragte sie „Warum?“ -“Na weil der Clown gefährlich war!“ – „Was hat er denn getan?“ – „Keine Ahnung! Aber das stand doch auf den Zetteln! ..Dass der böse war!“ Ich nickte.

Liebe Grüße und dicke fette Umärmlungen plus extra Knutschas nach Potsdam und Umland!!

Eure Julika Tulipa

Soundtrack des Abends: Manu Chao „Clandestino“

6 Responses to “Maul und Clownseuche”


  • Super Aktion!
    Sehr geil, dass selbst die Managerin anfängt zu suchen! Einfach nur super.
    Und im Grunde weiß niemand, warum dieser Clown ‘böse/gefährlich’ ist… aber alle glauben dran… wahnsinn!

  • YEAH! Wie cool.:)….Müssen Lingener dank euch eigentlich eine Sonder-Vergnügungssteuer bezahlen? ;)

    Liebste Potsdamgrüße!

  • die eine FreundinNo Gravatar

    verbieten sollte man sowas!unfassbar!
    das stören armer lingener bürger kann ich auf gar keinen fall gut heißen.

    armes deutschland.

  • Hallo Clown, kannste vielleicht det Fahndungsfoto hier auch veröffentlichen, damit die Potsdamer Bevölkerung die Augen aufhält.
    Tolle Story!

  • Fantastischer Text, saugeil! Und wirklich ‘ne sehr originelle Aktion. Für mehr Realitätsverschiebungen und unsichtbares Theater in Lingen und überall!

    Der Werderaner Fanclub hat heute nachmittag übrigens sogar eine kleine “Best of Tulipa”-Lesung veranstaltet :)

Leave a Reply

Achtung! Zum kommentieren bitte Anti-Spam Quiz lösen: